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of moorhous Hunde als Assistenzhunde

        Ein gut ausgebildeter Assistenzhund baut Brücken, er ist ein Eisbrecher, hilft in vielen Situationen, ist ein treuer Partner und Vermittler.
        Er sorgt für mehr Lebensqualität, Lebensfreude und Mobilität im alltäglichen Leben!
        Ein Assistenzhund macht von dritten Personen unabhängiger, gibt das Gefühl geliebt, gebraucht und voll akzeptiert zu werden.

        Psychisch erkrankte Menschen sieht man Ihre Erkrankung oftmals nicht gleich an.
        Oftmals wirken Sie auf Ihre Mitmenschen still, zurückhaltend oder halt „anders“.

        Dieses Verhalten ist sehr schmerzhaft und drängt die Erkrankten noch weiter in das Abseits unserer Gesellschaft. Ihre Erkrankung steht Ihnen nicht ins
        Gesicht geschrieben.

        Dieses verborgene Handicap, nicht sichtbare Handicap ist jedoch genauso lähmend wie z.B. eine Querschnittslähmung.

        Pina und Anouk sind von Frau Berkenhahn ausgebildete Assistenzhunde.
        sie werden Eingesetzt bei:

        Asperger-Syndrom wird eine eher milde Variante innerhalb des Autismusspektrums bezeichnet, das seinerseits zum Katalog der sogenannten
        tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gehört.

        Die Variante ist besonders durch Schwächen in den Bereichen der sozialen Interaktion und Kommunikation gekennzeichnet sowie durch eingeschränkte und stereotype Aktivitäten und Interessen.

        Frau Sabine Berkenharn bildet diese Hunde aus und hat uns zwei Beispiele mit von uns gezogenen Hunden zur Veröffentlichung übermittelt

Ein bezaubernder Einblick in die besondere Welt von Pia mit Pin.   Pia und Pina sind seit Herbst 2015 ein Autie Dog Team.

Pia_Pina-400Pia & Pina  

Morgens aufzustehen ist die größte Hürde, die ich kenne.  Die Bettdecke zurückschlagen, die Beine aus dem Bett schwingen, sich aufrichten. Einfach sollte das sein, ich sollte nicht darüber nachdenken müssen, mit welchem Fuß ich den Boden zuerst berührt. Doch das kann ich nicht.
Immer erst den rechten Fuß, dreimal auftippen, dann mit dem linken Fuß dasselbe Spiel. Erst dann, nachdem ich dreimal über die Bettdecke gestrichen habe, bekomme ich von mir selbst die Erlaubnis, aufzustehen. Bis ich morgens fertig bin, vergeht viel Zeit. Nicht, weil ich mich so lange schminke, oder so viel Zeit zum Aussuchen meiner Kleidung benötige, sondern weil ich beinahe jede Handlung wiederholen muss, weil eine kleine Stimme in meinem Kopf mir sagt, dass ansonsten meine größten Ängste wahr werden.
Ich lebe in meiner eigenen Welt, umgeben von hunderten von Menschen. Ein schüchternes Lächeln hier, ein kurzer Handschlag da. Keine Umarmung, kein Blick in die Augen meines Gesprächspartners. So war es schon immer. Und so wird es immer sein.
Ich bin Asperger-Autistin und habe vor allem Schwierigkeiten im sozialen Bereich. Der Kontakt zu anderen Menschen fällt mir schwer, größere Gruppenansammlungen kann ich kaum ertragen und kapsle mich häufig ab. Meine Zwänge und mein selbstverletzendes Verhalten kontrollieren mein Leben. Eine durchgequälte Schulzeit und zwei Anläufe eines Studiums später, sitze ich wieder zu Hause bei meinen Eltern und wir überlegen, wie es weitergehen soll. Pia_Pina_1-400Per Zufall stößt meine Mutter im Internet über Umwege auf die Hundeschule Dog Fun unter der Leitung von Sabine Berkenharn, die unter anderem Autie-Dogs ausbildet. Nach einem kurzen Telefonat wird klar, dass sie noch Welpen hat, und wir uns einmal treffen wollen. Kurze Zeit später sind wir in Mettingen und ich lerne die Welpen kennen, von denen mindestens einer ausgebildet werden soll. Ich verstehe mich gut mit den kleinen Hunden und habe zum ersten Mal das Gefühl, zu einer Gruppe dazuzugehören.
Doch dann sehe ich noch einen weiteren Hund etwas abseits im Schatten liegen. Pina. Ein bereits ausgebildeter Begleithund. Vorsichtig gehe ich auf die Australian Shepherd Hündin zu und setze mich neben sie ins Gras. Direkt beginnt Pina damit, meine Hände abzulecken und ich muss loslachen. Später wird meine Mutter mir sagen, dass sie selten so ein ehrliches und frohes Lachen aus meinem Mund gehört hat.
Eins kommt zum anderen und die fast zwei Jahre alte Pina wird zu einem Mitglied in unserer Familie und zieht nach nicht einmal vier Monaten, in denen ihre Ausbildung für mich und meine Bedürfnisse spezialisiert wurde, bei uns ein.
Wir haben uns seit dem ersten Nasenstupser ihrerseits besser verstanden, als ich es mir hätte vorstellen können. Sie zeigt mir, dass sich das morgendliche Aufstehen lohnt und ich meinen Zwängen nicht nachgeben muss. Mit Pina an meiner Seite kann ich Bahn und Bus fahren, kann sogar alleine einkaufen gehen und bei meinem Freund übernachten. Sie lässt mich lachen und trocknet meine Tränen und merkt sofort, wenn es mir mal nicht gut geht, was dank ihr zum Glück nicht mehr so häufig der Fall ist.
Ich kann und will nicht mehr auf meine besondere Freundin verzichten. Mit ihr an meiner Seite steht einem eigenständigen Leben und Studium nichts mehr im Wege und ich bin ihr unendlich dankbar.

 

Link zur Hundeschule mit Pia und Pina

Anouk und Johanna

 

 

Anouk Johanna-400

Demnächst evtl. mehr darüber

Johanna Anouk-400